Projekt ZKE – Über uns

Das soziokulturelle Projekt ZKE mit dem Sitz in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Königin Elisabeth, Schacht Emil in Essen-Frillendorf (1911 gebaut und bis 1962 in Betrieb) wurde im Jahr 2000 vom Künstlerehepaar Bednarek gegründet. Den Ort haben die Besitzer der Zeche, Gertrud und Karl-Heinz Weidenbach, zur Verfügung gestellt mit dem Auftrag, ihn kulturell zu beleben.

Der Name des Projektes „ZKE“ bezog sich ursprünglich auf den Namen der „Zeche Königin Elisabeth“. 2011 erhielt er – dem eigentlichen Sinn der Kultur-Arbeit entsprechend, auf der der Basis der aktiven Erforschung der Kunst – eine zweite Bedeutung: „Zusammen Kunst Erleben“.

Das Projekt besteht aus zwei Kunstgalerien, zwei Malschulen (für Kinder, Jugendliche und Erwachsene) und einem projektbezogenen Theater.

Das Ziel des Projektes ZKE ist die Erschaffung einer Bühne, auf welcher ein Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Künstlern und den kulturinteressierten Menschen stattfindet.

Das Projekt ZKE ist ein Modell für eine Kulturstätte, die aus der Verkoppelung der eigenen Kraft mit der aktivierten Energie der Mitwirkenden Kultur schafft und belebt.

Kleine Malschule ZKE

Leiterin: Wanda Korfanty-Bednarek

Das Anliegen der Kleinen Malschule ist, den kleinen Schülern malerische Grundkenntnisse zu vermitteln, ihre gestalterische Sensibilität zu stärken und sie insgesamt in ihrer kreativen Entwicklung zu unterstützen. Durch ein breites Angebot verschiedenster Motive und Techniken werden die Kinder mit der Vielfalt der bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten bekannt gemacht. Das erfolgt langsam und behutsam, um die ursprünglichen Kinderfantasien nicht zu zerstören.

Es werden keine festen Ziele formuliert. Jedes Kind arbeitet gemäß seiner Neigungen, Interessen und Fähigkeiten. Die Dozentin steht dabei beratend zur Seite. 

Dank dieses offenen Inhaltsangebotes ist eine Neuaufnahme während des ganzen Jahres möglich. Jedes Kind, jeder Jugendliche wird seiner kreativen Entwicklung entsprechend individuell gefördert, ohne Verpflichtung, inhaltliche Angebote annehmen zu müssen. 

Unsere Schüler stammen aus den verschiedensten Nationen mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten. Durch die zahlreichen Ermäßigungen versuchen wir seit Jahren, auch Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, meistens mit Migration-Hintergrund, die Teilnahme an unseren Kursen zu ermöglichen.

Es sind vor allem Kreativität, Fantasie, gemeinsames Gestalten und sich gegenseitiges Helfen, die den kleinen und großen Schülern erste Schritte in Richtung soziales Denken und Verantwortungsbewusstsein ermöglichen.

Die Kreativität und Vielfalt der kleinen Künstler wurde schon bei zahlreichen Kinderkunstwettbewerben geehrt. Aber nicht die Preise allein sind wichtig. Wichtig ist die gemeinsame, konsequente Arbeit, um den Kindern neue Wege, Materialien und Techniken zu zeigen, die ihnen in ihrer gestalterischen Entwicklung hilfreich sein können. Dabei geht es uns nicht nur und unbedingt darum, aus jedem Kind einen Künstler zu machen. Es geht eher darum, den Kindern mittels Kreativität, handwerklicher Betätigung und intellektueller Auseinandersetzung bei ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens behilflich zu sein. Auch wenn man es nicht glauben mag, diese Suche beginnt schon mit sechs oder sieben Jahren.

Große Malschule ZKE

Leiter: Eugen Bednarek

Große Malschule ZKE

Leiter: Eugen Bednarek

Unser Unterricht und die usstellungsprojekte bieten vor allem den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Kreativität auszuleben und ihre handwerklichen Fähigkeiten zu verfeinern. Anerkennung für ihren Ideenreichtum, ihren Fleiß und ihre Lernbegeisterung fanden die jugendlichen Schüler bei der renommierten europäischen Jugendkunstausstellung auf der Zeche Zollverein.

2006
sechs Nominierte – darunter ein Hauptpreis;

2008
sieben Nominierte;

2010 bei der 1. Europäischen Jugendkunstausstellung
3 Nominierte;

2012 bei der 2. Europäischen Jugendkunstausstellung
17 Nominierte – darunter 3 Hauptpreise;

2014 bei der 3. Europäischen Jugendkunstausstellung
17 Nominierte – darunter 2 Hauptpreise;

2016 bei der 4. Europäischen Jugendkunstausstellung
23 Nominierte – darunter 2 Hauptpreise;

 

Viele der ehemaligen jugendlichen Schüler der Malschule ZKE haben als Fortsetzung ihrer künstlerischen Ausbildung ein Studium an einer Kunsthochschule oder Kunstakademie begonnen, und einige davon haben sie schon sogar als freischaffende Künstler oder Designer beendet. Sehr oft finden ihre Debüt-Ausstellungen in den Räumlichkeiten der Kunstgalerien des Projektes ZKE auf der Zeche Königin Elisabeth statt.

In unseren Malschulen lernen wir alle voneinander. Nicht nur unsere Schüler von uns, Kinder, Jugendliche von Erwachsenen, Erwachsene von Kindern und Jugendlichen sondern auch wir Lehrer von all unseren Schülern.

Malen und Zeichnen sind Prozesse, die – einmal in Bewegung gesetzt – nicht enden können und in jeder Altersstufe unsere Leben bereichen werden. Die Auswahl der in jeweils einem Jahr in den beiden Malschulen des Projektes ZKE entstandenen Werke der Kinder, der jugendlichen und erwachsenen Schüler ist Jahr für Jahr in einer JAHRESAUSSTELLUNG zu sehen. Jede von den seit 2000 stattfindenden Jahresausstellungen war ein Beweis für das große, kreative Potential, das in einzelnen Individuen unserer Gesellschaft steckt.

Kunstgalerien

Die Große und die Kleine Kunstgalerie auf der Zeche Königin Elisabeth in Essen-Frillendorf wurden als Kern des Projektes ZKE seit der Projektgründung im Jahre 2000 für die Präsentation des Schaffen zahlreicher, hauptsächlich Essener Künstler, benutzt. Das künstlerische Programm fördert das individuelle gestalterische Ausdrucksvermögen der Künstler und entspricht dabei den zeitgenössischen Voraussetzungen.

Wir bemühen uns, verschiedenen Kunstrichtungen, Künstlergenerationen, Künstlernationalit.ten und unterschiedlichen Kunstmedien Präsentationsmöglichkeiten zu bieten. 

Die Kunstgalerien des Projektes ZKE sind die einzigen ihrer Art in Essen, in der neben den professionellen Künstlern auch schöpferisch tätige Menschen als Quereinsteiger, Autodidakten oder Amateurkünstler die Kunstszene betreten. Projektspezifisch ist auch die aktive Mitwirkung der Kinder bei einigen Ausstellungsprojekten. 

Seit 2000 fanden in den beiden Kunstgalerien des Projektes ZKE über 90 Ausstellungsprojekte und 30 Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Performances) statt. Dazu kamen 20 externe Ausstellungen und Kooperationsprojekte. 

Die Ausstellungen in den beiden Galerien können sich regelmäßig einer großen Besucherzahl erfreuen.

Veranstaltungen

Seit der Projektgründung fanden in den beiden Kunstgalerien ZKE neben den zahlreichen Ausstellungen auch Konzerte, Performances, Lesungen und sogar

eine Theateraufführung statt. Die Schaffung einer Bühne, auf der sich neben gestaltenden Künstlern auch Künstler der darstellenden Kunst wie Schauspieler und Tänzer sowie Musiker

und Literaten präsentieren können, ist ein weiteres Ziel der Kulturtätigkeit des Projektes ZKE – gemäß dem Motto KUNST TRIFFT KUNST.

Künstler unterschiedlichster Sparten kommen hier zusammen. So trifft Malerei auf Operngesang oder Tanztheater, Theater auf Zeichenkunst und Bildhauerei, 

oder es wirken sogar Kunst, Musik und Literatur in einem Projekt von insgesamt 15 Menschen miteinander.

Kooperationen

In Kooperation mit der Folkwang Hochschule Essen im Rahmen des Festivals FOLKWANG – FEST DER KÜNSTE fand 2000 unter dem Titel KUNST TRIFFT KUNST ein spannungsreiches Zusammentreffen zweier Kunstgattungen statt. In der Kooperation zwischen dem Zechentheater und dem KATAKOMBEN THEATER im Girardet Haus sind mehrere Produktionen in unterschiedlichen Sparten (Chorgesang, Literatur, Musik, Theater, Film) entstanden wie z.B.

  • UWE FRIEDRICHSEN liest Kurt Tucholsky (2005); 
  • Das Theaterstück – OSKAR UND RUTH von Ingmar Villqist, deutsche Erstaufführung (2006); 
  • der Film HELMÜTCHEN von Ingmar Villqist, deutsche Erstausstrahlung (2007).

Zwischen 2007 und 2012 arbeiteten das KATAKOMBENTHEATER und die Kunstgalerien des Projektes ZKE zusammen. Gemeinsam wurde eine neue Galerie im Foyer des Katakombentheaters eröffnet, wo die Werke von professionellen Künstlern und Amateuren aus dem Umkreis des Projektes ZKE präsentiert wurden.

2010 wurde in Essen-Rüttenscheid die Künstlergalerie dieserArt eröffnet. Unter der künstlerischen Leitung von Eugen Bednarek ermöglichen hier fünf seiner Schüler dem kunstinteressierten Publikum einen Einblick in den Entstehungsprozess ihrer Arbeiten und bieten zugleich anspruchsvolle, einzigartige und niveauvolle Kunst zu erschwinglichen Preisen an.

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